Werte legophile Anthropoden (liebe Leser),
während meine Zeit augenscheinlich noch reicht mir pseudointellektuelle Anreden auszudenken, sieht es mit dem Bloggen leider recht düster aus. Meine Arbeit, mein Studium (48+30h) und das Planen für weiteres Kontinentgehoppe [1] irgendwann dazwischen lassen mir einfach gerade keine Zeit mich der Korrespondenz mit all den Politikern, Journalisten und anderen Pappnasen in der alten Welt zu widmen. Das heißt nicht, dass sie das betreute Bloggen nicht mehr nötig hätten.[2] Aber ich bin fest davon überzeugt, dass es die anderen auch noch ein bisschen länger ohne mich schaffen. [3] Und außerdem und überhaupt lese ich ja immer noch fleißig bei euch und “in den Medien”, damit die Studienfinanzierung der Kinder meines zukünftigen Herzspezialisten gesichert bleibt. [4] Und ich werde, wo es Zeit und Motivation erlauben, auch weiterhin kommentieren [5] und euch auf die Nerven gehen. Und zwischendurch vielleicht ein paar Links posten, wenn ich etwas ganz besonders irritierend finde [6] oder beachtenswert finde.
Ich werde diese Notiz oben festkleben; wer mich also irritieren will oder Beachtung sucht, kann mir gerne sachdienliche Links in die Kommentare zur Notiz notieren.
Ich wünsche euch für die Zwischenzeit alles, alles Gute!. Ich weiß wer euch regiert; ihr könnt es gebrauchen.[7] [8]
Leider lässt es meine momentane Situation (es kann seeehr lange Momente geben) leider nicht zu, mich ausführlich um euch da in der ersten Welt zu kümmern. Mein Blick bleibt eher in der Nähe, bis meine Probleme hier wieder überschaubar sind. Das heißt aber nicht, dass ich euch nicht mehr von Ferne zugesehen hätte. Was ich dabei an Sehenswertem erblickte, möchte ich euch in der kleinen neuen Kategorie vor Augen führen. (Bitte nicht schlagen, passt ja sonst eh nur wie Faust…*duck*)
Die Grenzen in dieser Krise verlaufen nicht zwischen Völkern, sondern zwischen denen, die an dieser Krise verdienen, und uns anderen, die wir dafür bezahlen. Es ist eine ekelhafte, neonationalistische Suppe, die da gerade angesetzt wird, und ich kann nur jeden Kollegen davor warnen, sich eines billigen, schlecht durchdachten Scherzes wegen dafür herzugeben.
[…]
Und ihr seid alle Arschlöcher.
Michalis Pantelouris, erblickt auf carta.info
Ich habe da jetzt prinzipiell nicht viel hinzuzufügen, außer: Lest den ganzen Text, damit ihr vielleicht wisst, warum ihr vielleicht nicht gemeint seid. Oder halt doch.
Schwarz kann so bunt sein.
(Ein paar Hinweise.)
Alles in allem war es eine sehr vielfältige Aktion. …[weiterlesen]
Manchmal gibt es Dinge, die versteht man wahrscheinlich nur, wenn man sie von einem Journalisten erklärt bekommt. Öfters gibt es Dinge, die versteht man wahrscheinlich nur, wenn man Journalist ist. Meine Damen und Herren an Gleis 10: die taz aus Berlin nach Norderstedt über Einfallstor, Kiel und deutschen Boden. Bitte Vorsicht bei der Einfahrt.
In ihrer eigentümlichen Art, eigentlich recht informative Artikel auf Bildniveau zu betiteln, überschreibt die Tageszeitung ihren Bericht über ein Treffen der Netzglücksspielbranche im Norden mit “Zockerlizenzen in Schleswig-Holstein – Las Vegas in Norddeutschland“. Das ist wahrlich kein Glanzstück. Aber das:
Weltweit liegt der Umsatz durch Glücksspiele im Web bei rund 24 Milliarden Euro. Schleswig-Holstein verspricht sich durch die Konzessionsvergabe Einnahmen von rund 60 Millionen Euro. Die Branche selbst sieht sich bereits am Ziel: “Der Zug hat den Bahnhof verlassen”, so Anwalt Jörg Hofmann.
Entweder hat Esther Geisslinger vor ihrer Karriere in der Glanzstückindustrie als DB-Zugbegleiterin gearbeitet und als Mitarbeiterin des Monats die Firmenphilosophie für immer verinnerlicht. Oder diese Online-Pokerfaces planen da etwas sehr Beunruhigendes mit dem Bordbistro, was weit über das bisherige Glückspiel (Suppe+Streuselkuchen+Espresso= 15,90€, gratis Magentablette mit Bahncard 50) hinausgeht. Nehmen Sie zur Sicherheit ausreichend Kleingeld mit.
Manchmal gibt es Dinge, die versteht man wahrscheinlich nur, wenn man sie von einem Journalisten erklärt bekommt. Öfters gibt es Dinge, die versteht man wahrscheinlich nur, wenn man Journalist ist. Gewinnerin vom Dienstag: wie langweilig, wieder einmal die taz.
In ihrer eigentümlichen Art, eigentlich recht informative Artikel auf Bildniveau zu betiteln, überschreibt die Tageszeitung
Auch auf diesem Blog gehen am 18. Januar 2012 die Lichter aus. Denn so könnte es bald an vielen Stellen aussehen, wenn sich die Feinde der Freiheit durchsetzen.
Und auch wenn SOPA es nicht wird: Sie werden im andere Namen geben, sie werden es verstecken und verkleiden, beschönigen und bewerben.
Die wahren Feinde der Freiheit sind die Freier der absoluten Sicherheit.