Es ist ein Kreuz mit den Einfältigen

Von Nazivergleichen halte ich eigentlich wenig. Wenn aber mal wieder die Gesinnungsputzfrauen und -männer die Bildungseinrichtungen und Landstriche zu reinigen antreten, muss man sich fragen, wes Geistes Kind sie sind.

Und ganz nebenbei frage ich mich dann auch noch, wie andere Christen, die ihren Glauben ernst (und nicht nur wichtig) nehmen, über solche Menschen denken, die das christliche Menschenbild mit sog. deutscher Leitkultur verwechseln. Und wie die Kulturleiter wohl mit Jesus von Nazareth, ob nun Gottes Sohn oder politischer Rebell, heute umgehen würden.

Mein Kommentar unter dem Artikel “Kreuzbraves Haberfeldtreiben” bei Regensburg Digital:

@J. Mühlbauer

Das sehe ich leider anders. Jesus inmitten tausender Menschen wäre ein Symbol, welches sich Gott in keinem Fall für die Darstellung seiner Liebe aussuchen würde. “Jesus Superstar” würde nämlich nur den menschlichen Trieb fördern, sich selbst zum Star zu machen, [..]

Dann doch lieber das Kreuz, denn damit kann man fördern den Menschen zu was zu machen? Zum Märtyrer, der für seinen Glauben in den Tod geht? Ein Hinrichtungsinstrument scheint ein gutes Symbol, welches sich Gott in jedem Fall für die Darstellung seiner Liebe aussuchen würde. Jetzt wissen wir endlich, wen Gott anruft, wenn es mal nicht so läuft (that’s why J. Mühlbauer may be in Regensburg). Dass das mit den 42 Jungfrauen den anderen zuerst eingefallen ist, ärgert Sie heute noch, oder?

@Barbara Junghans

Wieso zieht jemand in das bekanntermaßen konservativ-katholische Bayern und versucht dann, mit Hinweis auf das Grundgesetz zu missionieren bezw. anderen seine Einstellung aufzudrücken?

Das klingt gerade so, als ob der böse Antichrist statt dem Kreuz einen Bundesadler aufgehängt und eine Kerze drunter gestellt hätte.

Wenn ich mir meiner Sache so sicher bin, dann stehe ich auch mit meinem Namen dafür ein. [..] Im Übrigen bezweifle ich, dass der Vater seinem Sohn einen Gefallen getan hat, indem er ihn so deutlich sichtbar aus dem Klassenverband “herausgelöst” hat.

Ja, genau, dann wüssten jetzt wenigstens alle direkt, wen Sie mit Ihren Tiraden angreifen:

Wenn der Junge so sensibel ist, dass ihn der Anblick eines schlichten Bronzekreuzes (!!!) in seinen Leistungen beeinträchtigt, dann frage ich mich, ob er dem Lernstreß eines Gymnasiums überhaupt gewachsen ist oder ob das Ganze nur ein Vorwand ist.

Grüßen Sie Ihre blauäugigen Kruppstahlkinder von mir.

@Helmut Matias

Rechtslage hin- oder her. Die Mehrheit der Eltern, diese bestimmen ja schließlich auch, ob und wo ihr Kind getauft wird, sollen entscheiden.

Sie haben verstanden, wofür das christliche Kreuz steht. Die Mehrheit hat immer Recht, Lage hin oder her. Und dann kommt da so ein Fremder dahergezogen und reißt die Tische im Tempel um – ähm, äh – das Kreuz von der Wand. Hinrichten sollte man den Aufrührler.

Der “Außenseiter” braucht ja nicht in Bayern wohnen, er kann ja sein Kind privat unterrichten lassen.

Warum so kleinlich? Auch die anderen Außenseiter brauchen ja nicht in Bayern zu wohnen, vielleicht kann da ja jemand was organisieren. Aber nicht zu komfortabel, Sitzbänke bräuchte der Zug nicht zu haben.

Habt ihr sonst keine Sorgen? MfG

Nein, danke. Wer seine verfassungsgemäßen Rechte wahrnehmen will, braucht ja nicht in Bayern wohnen. Wir haben verstanden.

Nachtrag:

Der Tragödie dritter Akt (im Theater stürben bald alle) findet sich hier.

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