Kritik notwendig, Ansatz falsch

Mein Kommentar zum Beitrag “SPIEGEL vs. ZEIT” in den Wissenslogs:
(R. korrigiert)

Nicht, dass ich in irgendeiner Weise die einseitige Darstellung des Spiegels rechtfertigen wollte – das liegt mir fern. Wenn man allerdings Kritik daran üben will, so sollte man den richtigen Ansatzpunkt wählen.

Der ist nicht, dem Spiegel vorzuwerfen, er berichte nur von den Klimawandelleugnern und nicht von den anderen. Noch weniger als bei der Zeit ist das nämlich seine Aufgabe. Ein Magazin wie der Spiegel darf gerne den einsamen Rufer spielen. Die Nachrichtenvermittlung ist Aufgabe von tagesaktuellen (oder noch kurzfristigeren) Medien: der Zeitung, der Fernsehnachrichten, der Nachrichtenseiten im Netz (hier auch SpOn).

Ein Spiegel darf woanders hin blicken, darf erzählen und Reportage machen. Nur – und das ist der eigentliche und doch viel schlimmere Kritikpunkt – er darf es halt nicht so stehen lassen. Er muss die Aussagen journalistisch einordnen und so im besten Falle durch einen Abgleich mit der Wirklichkeit die Leugner als verfehlt und/oder täuschend entlarven.

Wenn der Spiegel sich daran hielte, dürfte er meinetwegen 999 Stücke über die Leugner bringen und nur eins über Al Gore. Man darf von einer Seite berichten, aber niemals einseitig.

Ein Jounalist muss in jeden Winkel blicken dürfen, solange er nicht seinen Blickwinkel verlässt.

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