Ihre Exzellenz Essam Scharaf, Ministerpräsident von Ägypten,
Blogger und Aktivisten haben das Recht, ihre Meinung kundzutun, auch dann, wenn die Übergangsregierung diese Meinung nicht teilt. Dies gehört zu einem demokratischen System, zu dem sich ihr Land bekennt. Die Repressionen gegen Blogger und Internetnutzer müssen enden und die Zensurmaßnahmen eingestellt werden.
Mit Alaa Abdel Fattah und Maikel Nabil Sanad wurden zwei ägyptische Internet-Aktivisten verhaftet. Der Blogger Maikel Nabil Sanad wurde zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe durch ein Militärgericht verurteilt. Der Oberste Rat der Streitkräfte muss der Strafverfolgung von Zivilisten vor Militärgerichten ein Ende setzen, oder Sie gefährden den erfolgreichen Übergang Ägyptens zur Demokratie.
Wir fordern die Militärregierung auf, die Verfolgung von Internet-Dissidenten einzustellen sowie die Blogger Alaa Abdel Fattah und Maikel Nabil Sanad sofort freizulassen. …[weiterlesen]
Michalis Pantelouris hat zu der – so finde ich als Außenstehender – schwer abenteuerlichen Diskussion um den Freischreiber-Preis “Himmel & Hölle” einen lesenswerten Beitrag verfasst. Fast noch lesenswerter ist allerdings der darauffolgende Kommentar von Wolfgang Michal, zeigt er doch auf eine bestechend ehrliche Weise die Logik, welche die “Aktiven”[] regelmäßig aufbieten, um ihre Arbeit aus der Kritik zu heben. Ehrenamtliche schaffen einen unglaublichen gesellschaftlichen Mehrwert in Deutschland und auch ich habe immer gerne zu “dem Heer” gehört und Hier! geschrien. Der Mehrwert gibt dem Heer aber nicht das Recht, sich über die Kritik zu stellen. …[weiterlesen]
Selten, dass meine Meinung nach drei Sätzen umschlägt, das erste Mal, dass vor dem dritten auch noch ein Bild dazwischenfunkt. Gut, dass es gerade passiert ist.
Es hätte nicht viel gefehlt und ich hätte die Seite von Lakritze wieder ganz schnell aus meiner Erinnerung verdrängt. Wenn wieder irgendjemand die Toskana im Norden gefunden haben will, dann finde ich das ungefähr so anregend wie entkoffeinierten Löskaffee mit Löffelschaum. Allein: Es wäre ein Fehler gewesen. Denn unter dem Bild finden sich drei Sätze, die einen mit Wucht in eine andere Zeit entführen – Indikativ Perfekt Passiv: Ich bin gewesen worden.
In der Gemarkung von Flonheim-Uffhofen können Wanderer am Wegesrand lernen, wie die Weinsorten schmecken. Beschriftete Reben tragen Trauben aller Farben. Will man wirklich alle kosten, braucht das etwa so viel Zeit wie das Zusammenbrauen eines Wetters.
Das ist [] Boquetekaffee mit frischem Quellwasser, schlicht, ehrlich und vollmundig.
Wen interessiert schon, wer bei Seehofer im Keller war. Lakritze war in Flonheim-Uffhofen.
Folge 1: Kausale und adversative Konjunktionen
1. Praxisbeispiel
Folgen Sie dem Beispiel von Heinz Wolf []:
In der estnischen Hauptstadt Tallinn ist ein Bewaffneter in das Gebäude des Verteidigungsministeriums eingedrungen. Er wurde bei einem Schusswechsel mit Sicherheitskräften getötet. […] Der Mann habe keine politischen Forderungen erhoben, sei aber mit Sprengstoff ausgerüstet gewesen, sagte Ministerpräsident Ansip.
2. Regel
Kombinieren Sie adversative Junktoren mit Verneinungen und überraschen Sie Ihr Publikum durch neue kausale Zusammenhänge. Lesen und wiederholen Sie.
Der Mann erhebt keine politischen Forderungen, ist aber mit Sprengstoff ausgerüstet.
3. Leseverstehen
Lesen Sie die folgenden Aussagen aufmerksam und markieren Sie jene, die den Sinn des Beispieltextes wiedergeben.
- Obwohl der Mann mit Sprengstoff ausgerüstet war, hat er keine politischen Forderungen erhoben.
- Der Mann war zwar mit Sprengstoff ausgerüstet, hat es aber im Weiteren versäumt politische Forderungen zu erheben.
- Ministerpräsident Ansip sagte, der Mann sei mit Sprengstoff ausgerüstet gewesen und habe keine politische Forderungen gestellt, hat aber gar keine kausale Verbindung zwischen den beiden Aussagen hergestellt.
- Um seinen politischen Forderung gegenüber deutschen Nachrichtensendungen Ausdruck zu verleihen, ist es hilfreich sich mit Sprengstoff auszurüsten.
- Seriöse Sprengstoffausrüster raten Verbrauchern, schon vor dem Kauf an die Auswahl geeigneter politischer Forderungen zu denken.
- Wenn Sie politische Forderungen haben, planen Sie, zum Beispiel bei der nächsten Flugreise, großzügig. So schieben Sie Stress und Hektik schon im Vorhinein einen Riegel vor.
- Je mehr Sprengstoff, desto politischer die Forderungen.
Diskutieren Sie die Ergebnisse mit Ihrem Banknachbarn. Schauen Sie erst danach in das Lösungsheft und korrigieren Sie.