Schau mir in die Augen, [Klarname]

Folgendes war mein Einstieg in eine Diskussion auf netzwertig.com über das Für und Wider von Klarnamen in Kommentaren. Langweilig, kenn ich schon, brauch ich nicht, mag manch einer jetzt sagen, aber diese Diskussion verläuft auf einem wesentlicheren Niveau als die vielen zuvor – ja, sie wird zeitweilig sogar ein klitzekleines bisschen philosophisch.

Mein erster Kommentar:

“Terrorismus ist der Krieg der Armen und der Krieg ist der Terrorismus der Reichen.”

Im “Real Life”, wie es manche nennen, würde dieser Satz doch nur nach der Person beurteilt, die ihn ausgesprochen hat. Von Sir Peter Ustinov wird es als Weisheit verstanden, von Osama bin Laden wäre es wahrscheinlich irgendwas in die Richtung von ekelhaft, hinterhältig oder scheinheilig.

Eine Aussage* nach dem Sprecher, der sie getroffen hat, zu beurteilen, ist aber Boulevard. Auch im “echten Leben” gab es zu jeder Zeit schon Gelehrte, die eine Aussage hinsichtlich ihrer Gültigkeit betrachtet haben: als These.

Ich ziehe es vor, Aussagen* nach allgemeiner Gültigkeit zu beurteilen und nicht danach, wer sie getroffen hat, aber zugegeben: Mich interessiert Boulevard auch nicht.

*bis auf wenige Ausnahmen, die in der Biografie des Sprechers gründen

+++ Die Diskussion hat jetzt übrigens hier einen Ableger +++

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