Mir ist schlecht.

Haben Sie sich nicht wenigstens ein bisschen verkommen gefühlt, als Sie zur nachgereichten Geburtstagsfeier eines Literaturkritikers mit einer Rede auffuhren, die selbst der israelische Verteidigungsminister nicht mit Handschuhen angefasst hätte? Ist Ihnen jedes widerwärtige Mittel und jede Konsequenz recht, wenn Sie bloß ein wenig für Ihre Profilierung und die Sache, mit der Sie sich schon vor langem gemein gemacht haben, abgreifen können? Und glauben Sie, dass Sie mittlerweile mit so etwas davonkommen, da die meisten schon betroffen schweigen werden und Sie den Rest ja notfalls noch als Antisemiten betiteln können?